60 Jahre Gymnasium Borghorst: Eine Projektwoche gestaltet Zukunft

Geschrieben in GymBo aktuell am
Mit einer besonderen Projektwoche hat das Gymnasium Borghorst sein 60-jähriges Bestehen gefeiert.

Unter dem Motto „Demokratie leben – Zukunft nachhaltig gestalten“ verwandelte sich die Schule in den letzten Tagen des Schuljahres in einen Ort des gemeinsamen Entdeckens, Gestaltens und Lernens. Statt Unterricht nach Stundenplan standen Projekte im Mittelpunkt, die demokratische Werte, Nachhaltigkeit, Kreativität und Gemeinschaft erfahrbar machten.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie sich das Gymnasium Borghorst auch in Zukunft als verantwortungsbewusste und weltoffene Schule weiterentwickeln kann. Die Projektwoche bildete zugleich einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Bewerbung für das Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Demokratie sichtbar machen

Im Projekt „Courage im Bild und auf der Bühne“ setzten sich Schülerinnen und Schüler kreativ mit Themen wie Vielfalt, Mitbestimmung, Respekt und Zivilcourage auseinander. Die entstandenen Plakate machen deutlich, welche Werte das Miteinander am GymBo prägen sollen: „Deine Stimme zählt“, „Zeig Courage“ oder „Anders ist normal“ lauteten einige der Botschaften.


Mit selbst gestalteten Plakaten setzen Schülerinnen und Schüler ein sichtbares Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Zivilcourage am Gymnasium Borghorst.

Nachhaltigkeit auf dem Schulgelände

Dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Schlagwort bleibt, zeigte sich an mehreren Stellen auf dem Schulgelände. Im Projekt „GymBo Gardening“ entstand ein naturnaher Gartenbereich, der künftig Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten soll. Neue Pflanzflächen, Strukturen aus Naturmaterialien und kreative Gestaltungsideen verwandelten zuvor wenig genutzte Flächen in einen Ort, der Naturerlebnis und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.


Der neugestaltete GymBo-Garten ist ein dauerhaftes Ergebnis der Projektwoche und soll das Schulgelände ökologisch aufwerten.

Ebenso beeindruckend waren die Ergebnisse des Projekts „GymBo Gardening II“. Dort bauten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Nistkästen und Insektenhotels, die künftig auf dem Schulgelände oder in dessen Umgebung installiert werden. Die Vielfalt der Modelle zeigt ebenso handwerkliches Geschick wie die Begeisterung für praktischen Naturschutz.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsentieren ihre selbst gebauten Nistkästen und Insektenhotels.

Gemeinschaft erleben

Wie wichtig Gemeinschaft und Zusammenhalt sind, erfuhren die Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Projekten. Besonders die neuen Fünftklässler arbeiteten im Projekt „Gemeinsam Klasse sein“ an Teamgeist, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung. Gemeinsame Herausforderungen stärkten das Zusammengehörigkeitsgefühl und halfen dabei, neue Freundschaften zu knüpfen.


Gemeinsame Aktionen fördern Zusammenhalt und Vertrauen innerhalb der Klassen.

Auch das Projekt „Von Hopse bis Himmel und Hölle – Pausenhofspiele neu entdecken“ brachte Bewegung und Gemeinschaft auf den Schulhof. Alte Spieleklassiker wurden neu entdeckt, Spielfelder gestaltet und gemeinsam ausprobiert. Dabei zeigte sich, dass oft einfache Ideen ausreichen, um Menschen zusammenzubringen.


Auf dem Schulhof wurden traditionelle Bewegungsspiele neu entdeckt und gemeinsam ausprobiert.

Sportlich neue Erfahrungen sammeln

Gemeinschaft wurde auch außerhalb des Schulgeländes erlebt. Beim Projekt „Schnuppersegeln auf dem Aasee in Münster“ lernten die Teilnehmenden die Grundlagen des Segelsports kennen. Das gemeinsame Vorbereiten der Boote, das sichere Manövrieren und die Zusammenarbeit auf dem Wasser verlangten Rücksichtnahme, Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein.


Vor dem Ablegen bereiten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam ihre Segelboote vor

Hier gab es viele weitere Gruppen, wie das Fair-Play-Turnier, mehrere Biketouren und einen Tanzworkshop.

Vielfalt auf dem Teller

Wie eng Nachhaltigkeit, Kultur und gesellschaftliche Vielfalt miteinander verbunden sind, zeigte das Projekt „Kultur, Klima und Migration auf meinem Teller“. Gemeinsam wurden Rezepte aus unterschiedlichen Kulturkreisen recherchiert, nachhaltige Alternativen entwickelt und Gerichte zubereitet. Am Ende soll ein digitales Kochbuch entstehen, das die Ergebnisse zusammenführt.


Beim gemeinsamen Kochen wurden Kultur, Klima und nachhaltige Ernährung miteinander verknüpft.

Lernen auf dem Bauernhof

Für viele Schülerinnen und Schüler führte die Projektwoche auch hinaus aus dem Klassenzimmer. Auf dem Hof Große-Kleimann in Dumte beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts „Vom Acker auf den Teller“ mit nachhaltiger Landwirtschaft, Tierhaltung, Bodenfruchtbarkeit und regionaler Lebensmittelproduktion. Praktische Erfahrungen und gemeinsames Arbeiten machten die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Nachhaltigkeit unmittelbar erlebbar.


Auf dem Bauernhof wurde nachhaltige Landwirtschaft mit allen Sinnen erlebt – inklusive selbst gebackenem Stockbrot.

Ein Jubiläum mit Blick nach vorne

Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt, wofür das Gymnasium Borghorst auch nach 60 Jahren steht: für Offenheit, Mitbestimmung, Respekt und die Bereitschaft, Zukunft aktiv zu gestalten. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur Neues gelernt, sondern auch viele bleibende Spuren hinterlassen – in Form von Gärten, Nistkästen, Kunstwerken, Ideen und gemeinsamen Erlebnissen.

So wurde das Schuljubiläum nicht nur zum Anlass für einen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahrzehnte, sondern vor allem zu einem Blick nach vorn: auf eine Schule, die Demokratie lebt und Zukunft nachhaltig gestaltet. Und so verwundert es nicht, dass am letzten Schultag vor den Sommerferien eine überwältigende Mehrheit der Schulgemeinde für die Bewerbung um das Netzwerksiegel stimmte. Pate wird Dr. Wulf Schmiese, ehemaliger Schüler des GymBos und heute stellv. Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios in Berlin. Schulleiter Dr. André Wenning dankte dabei den Kolleginnen und Kollegen für das besondere Engagement und die tollen Angebote rund um die Projektwoche.

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