Mit viel Herzlichkeit begrüßten unsere Moderator:innen Lucy Conrads (Klasse 9), Charlotte Lücke (Klasse 10), Theodor Panhoff (EF) und Schülersprecher Jakob Leiß (Q1) die zahlreichen Schüler:innen, Lehrkräfte und Gäste in der Aula. In ihrer Ansprache erinnerten sie daran, dass Zivilcourage und gegenseitiger Respekt das Fundament eines friedlichen Miteinanders bilden und dass jede und jeder mit Mut und Engagement einen Beitrag dazu leisten kann. Auch Schulleiter Dr. André Wenning und Bürgermeister Christian Franke griffen das Motto „Respekt gewinnt-Weil Wegsehen keine Option ist“ auf und würdigten in ihren Grußworten den Einsatz der Schule für Toleranz, Achtsamkeit und Zusammenhalt.
Aktionen in allen Jahrgangsstufen
Nach der gemeinsamen Eröffnung begann für alle Klassenstufen ein vielfältiges Programm:
Bereits ab 10:35 Uhr besuchten die Moderatoren Steve und Jonas von Radio RST die Klassen 5 und lasen gemeinsam mit den Schüler:innen aus dem Kinderbuch „Der unvergessene Mantel“. Das interaktive Format ermöglichte viele spannende Gespräche und Fragen der Kinder zum Thema Ausgrenzung – ein gelungener Auftakt für den Aktionstag. Der Beitrag ist hier bei Radio RST zuhören.
Die Klassen 5 und 6 tauchten anschließend in das Detektivspiel „RESPEKT GEWINNT!“ ein. Spielerisch erforschten sie, was Respekt im Schulalltag bedeutet, und lösten dabei kleine Fälle aus dem echten GymBo-Leben. Ziel war es herauszufinden, wo Kommunikation und Miteinander scheitern – und wie man es besser machen kann.
Die Klassen 7 wurde sportlich aktiv: Unter dem Motto „RESPEKT IM SPORT“ setzten sich die Schüler:innen beim Völkerball mit Fairness, Teamgeist und der Bedeutung klarer Regeln auseinander.
Die Klassen 8 und 9 beschäftigten sich mit den Werten am GymBo und verwandelten ihre Gedanken mithilfe künstlicher Intelligenz in eigene Songtexte. Diese bilden die Grundlage für einen neuen Schulsong, den die Schulband einstudieren möchte.
Die Jahrgangsstufen 10, EF und Q1 nahmen an einer eindrucksvollen Podiumsdiskussion mit dem Neonazi-Aussteiger Manuel Bauer teil. Offen und kritisch sprach er über seinen Einstieg in die Szene in den 1990er Jahren, über Perspektivlosigkeit, rechte Musik und Fremdenhass , seine Gewaltverbrechen sowie den Ausstieg 2005 mit Hilfe von „Exit Deutschland“. Er betonte, wie Mut, Einsicht, Aufklärung und gegenseitiger Respekt Wege aus dem Extremismus ebnen können, und berichtet regelmäßig in Schulen, um junge Menschen vor rechtsextremen Strukturen zu warnen. Die Diskussion hinterließ bleibenden Eindruck, rüttelte wach und unterstrich die Kraft persönlicher Verantwortung.
Ein starkes Zeichen der Schulgemeinschaft
Der Aktionstag machte deutlich, dass demokratisches Miteinander und Zivilcourage mehr sind als Unterrichtsthemen: Sie werden am GymBo aktiv erarbeitet und gelebt. Mit Kreativität, Offenheit und Mut setzten Schüler:innen und Lehrkräfte gemeinsam ein starkes Zeichen für Vielfalt und gegen Diskriminierung.
Ein besonderer Dank gilt unseren Gästen – Christian und Franke und den Vertreter:innen der Stadt Steinfurt, den Mitgliedern von Radio RST, Referent Manuel Bauer und unserem Unterstützungsnetzwerk, in diesem Jahr vor allem Herrn Frank Schünemann und dem Hotel-Restaurant Schünemann für die kostenfreie Unterbringung und Versorgung unseres Referenten sowie Frau Ostendorf und dem Druckhaus Tecklenborg für den kostenlosen Druck der 60 Wimmelbilder. Ohne Ihr Engagement wäre unsere Veranstaltung nicht möglich gewesen!
Am Gymnasium Borghorst zeigen wir seit 2024 jährlich um den 21. März – zum Internationalen Tag gegen Rassismus – unter der Federführung unserer Schüler:innenvertretung, dass uns ein demokratisches Miteinander am Herzen liegt.
Ein großer Dank geht auch an die SV-Lehrerinnen Frau Steinkamp und Frau Weinhage, die die Schüler:innenvertretung unterstützt, und mit Ihnen diesen Tag mit unglaublich viel Engagement vorbereitet und begleitet hatten.