Zu Beginn wurde mit einer „Abstimmung mit den Füßen“ sichtbar gemacht, welche Vorstellungen und welches Wissen die Schülerinnen und Schüler über die DDR bereits mitbrachten. Daran anknüpfend erarbeiteten sie erste historische Grundlagen, bevor sie sich in Workshops vertieft mit dem Leben Jugendlicher zwischen Anpassung und Widerstand auseinandersetzten. Anschließend ging es gemeinsam mit den Geschichtslehrkräften Frau Weinhage und Herrn Weidner nach Berlin.
Am ersten Tag in der Hauptstadt standen ein Rundgang durch die Gedenkstätte Berliner Mauer und der Besuch der Ausstellung „Alltag in der DDR“ auf dem Programm. Ein besonderer Höhepunkt dieses Tages war das Zeitzeugengespräch mit Thomas Fiedler, heute Thomas Drescher. Als junger Mann erlebte er nach nach dem gescheiterten Fluchtversuch politische Verfolgung und Haft am eigenen Leib. Er gehörte zu den letzten politischen Gefangenen, die noch von der Bundesrepublik aus der DDR freigekauft wurden. Die persönliche Begegnung eröffnete einen Zugang zur Geschichte, den kein Schulbuch in gleicher Weise vermitteln kann.
Am letzten Tag besuchte die Gruppe das Stasi-Museum in der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit sowie das dort ansässige Stasi-Unterlagen-Archiv des Bundesarchivs. Dabei erhielten die Jugendlichen Einblicke in die Methoden staatlicher Überwachung und Verfolgung.
Die Kooperationsfahrt zeigte, wie lebendig historisches Lernen durch persönliche Begegnungen und den Besuch authentischer Orte werden kann und wie wichtig die Auseinandersetzung mit Diktatur, Freiheit und Demokratie auch heute ist.
Ein herzlicher Dank gilt dem engagierten Team des Franz Hitze Hauses, das die Schülerinnen und Schüler während der Fahrt fachkundig begleiteten und immer wieder zum Nachdenken und Diskutieren anregten.
Ein besonderer Dank geht an unsere Partnerschule Martinum, deren Initiative und engagierte Planung diese gemeinsame Fahrt erst möglich gemacht haben!
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