Kern des Vertretungskonzepts ist das Bemühen, Vertretungsunterricht so zu organisieren, dass die Unterrichtszeit möglichst optimal als aktive Lernzeit genutzt werden kann.

Ziele

Lernzeit ist ein wertvolles Gut und der Kontinuität von Unterricht muss höchste Priorität eingeräumt werden. Trotz zahlreicher Maßnahmen zur Verhinderung von Unterrichtsausfall (z. B. Lehrerfortbildung in der unterrichtsfreien Zeit, Verlagerung des Eltern-sprechtages auf den Nachmittag etc.) ist der Ausfall von Unterricht bzw. sind Vertretungsstunden im Schulalltag nicht zu verhindern.

Kern des vorliegenden Vertretungskonzepts ist das Bemühen, Vertretungsunterricht so zu organisieren, dass die Unterrichtszeit von den Schülerinnen und Schülern möglichst optimal als aktive Lernzeit genutzt und dabei gleichzeitig die Mehrbelastung der Lehrerinnen und Lehrer begrenzt und möglichst gerecht verteilt werden kann.

Das vorliegende Vertretungskonzept des Gymnasiums Borghorst versucht, durch Transparenz der allgemeinen Grundsätze sowie der einzelnen Regelungen gegenüber allen Beteiligten diesem Anspruch gerecht zu werden.

Grundsätze

Vertretungsunterricht ist grundsätzlich Unterricht und in der Regel auch Fachunterricht.
Grundsätzlich wird versucht, alles zu vertreten. Die verlässliche Sicherung des Schulunterrichts zumindest am Vormittag ist für die meisten Eltern unserer Kinder eine wesentliche Voraussetzung, um Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können.

Formen von Vertretungsunterricht

1. Kurzfristiges Abweichen vom Stundenplan

Der kurzfristige Vertretungsunterricht wird vorrangig über Mehrarbeit aufgefangen. Folgende Rangfolge wird generell bei Vertretungen beachtet:

  • Vertretung durch Lehrkräfte, die in der jeweiligen Klasse unterrichten
  • Vertretung durch einen entsprechenden Fachlehrer
  • allgemeine Vertretung (weder klassen- noch fachbezogen)
  • sonstige Maßnahmen

2. Längerfristiges Abweichen vom Stundenplan

In Absprache mit der Bezirksregierung und den Kolleginnen und Kollegen werden folgende Maßnahmen geprüft und eingeleitet:

  • Einstellung von Vertretungskräften
  • Erhöhen von Teilzeitverträgen
  • bezahlte Mehrarbeit
  • Aufteilen der Lerngruppen
  • Abordnung
  • Versetzung

Auswahl der Vertretungslehrer ( V-Stunden-System)

Falls Lehrkräfte vom Unterricht freigestellt werden, weil ihre Klassen (Kurse) anders unterrichtet werden, können die freigestellten Lehrkräfte nicht nur in den frei gewordenen sondern auch in den übrigen Freistunden eingesetzt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass die Zahl der Vertretungsstunden die Zahl der freigesetzten Stunden nicht übertrifft.

Für Montag bis Mittwoch in der 2. bis 9. Stunde, Donnerstag und Freitag in der 2. bis 6. Stunde sind je Stunde ca. fünf Lehrkräfte benannt, die sich für den Vertretungsunterricht bereithalten müssen.
Für die 1. Stunde stehen pro Tag zwei Bereitschaften zur Verfügung.
Im Stundenplan jedes Kollegen werden bei Vollzeitkräften vier, bei Teilzeitkräften zwei (bei 13 Stunden) oder drei (ab 18 Stunden) V-Stunden ausgewiesen. In den V-Stunden hat die Vertretungsarbeit Vorrang vor jeder anderen (auch dienstlichen) Tätigkeit.

Hierdurch liegt für die Lehrkräfte fest, zu welchen Zeiten Vertretungen für sie möglich sind; die anderen Freistunden können frei gestaltet werden. Darüber hinaus kann die Vertretungsarbeit einigermaßen gerecht verteilt und dabei die Belastung der Teilzeitkräfte angemessen berücksichtigt werden.

Die Rangfolge bei den Vertretungen kann allerdings nicht immer beachtet werden.

Grundsätze für die Gestaltung des Vertretungsunterrichts

Bei vorhersehbaren Vertretungen stellt die entsprechende Lehrkraft Planungsunter-lagen/Material zur Verfügung.

Lehrkräfte melden sich telefonisch krank.

 Das Material für die Vertretungsstunden wird im Terminal hochgeladen, per Email zugeschickt oder im Vertretungsschrank (im Lehrerzimmer für die Sek. I, im Flur des Verwaltungstrakts für die Sek. II) hinterlegt. Die Vertretungslehrkräfte bzw. die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe holen es dort ab.

Die Arbeit an dem Arbeitsauftrag hat Vorrang vor anderen Aufgaben. Die Vertretungslehrkraft bzw. die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe tragen die Verantwortung für ein sinnvolles Arbeiten.

Steht keine Aufgabe zur Verfügung, unterrichtet ein der Klasse bekannter Fachlehrer sein eigenes Fach. Falls dies nicht möglich ist, sollte ein anderer in der Klasse unterrichtender Fachlehrer für sein Fach Materialien bereitstellen. Die Fachschaften sind angehalten Materialien für alle Jahrgangsstufen bereit zu stellen (siehe Vertretungsschrank im Lehrerzimmer).

Alternativ könnte ein Fachlehrer aus einer Parallelklasse dem Vertretungslehrer mit Materialien aushelfen.

Ergänzungen für den Vertretungsunterrichts in der Sek II

Es fällt grundsätzlich keine Kursstunde aus.

Bei vorhersehbarem Fehlen der Kurslehrkraft werden Aufgaben/Arbeitsaufträge/ Materialien zur Verfügung gestellt und evtl. Räume reserviert. Der Kurssprecher holt diese Aufgaben ab.

Die Aufgaben sollten so gestellt werden, dass ihre Erledigung in der Schule sinnvoll ist. Falls dies unmöglich ist, trifft die Kurslehrkraft angemessene Vereinbarungen mit den Schülerinnen und Schülern.

Um bei akutem Fehlen der Kurslehrkraft von den Schülerinnen und Schülern eine intensive Nutzung der Arbeitszeit zu verlangen und dies zu kontrollieren, ist es notwendig, einerseits von Seiten der Unterrichtenden für jedes Fach / jeden Kurs einen Themen- und Materialpool anzulegen, dessen Bearbeitung im Kurs nachzuweisen ist, andererseits müssen von Seiten der Schule diese Materialien zugänglich gemacht werden. Die Unterrichtsstunden, die ohne die unterrichtende Lehrkraft stattgefunden haben, werden im Kursheft mit den gestellten Aufgaben ausgewiesen, ebenfalls deren Kontrolle.

Qualitätssicherung und Vertretungsunterricht

Zur Sicherstellung einer sachgerechten Vertretung ist es sinnvoll, für die Klassen und Kurse jeweils einen Vertretungsordner zu erarbeiten und bereitzustellen.
Dazu können die Fachkonferenzen Unterrichtsmaterialien für die Klassenstufen und Themenbereiche der einzelnen Fächer erarbeiten. Darüber hinaus sollten die Fach- und Klassenkonferenzen sich zur Verbesserung der Grundkompetenzen auf allgemeine Themen einigen, die in den Vertretungsstunden behandelt werden können.

Ansprechpartner

Herr Dr. Wenning, Herr Zarnitz