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Klasse 6D:  Das Geisterschloss

Diese vierzehnteilige Geistergeschichte entstand im Deutschunterricht bei Herrn Reiling. Alle Schülerinnen und Schüler trugen ihre besten Ideen in Gruppen und mehreren Schreibkonferenzen zusammen, schrieben sie zu Hause auf ihren Computern und malten dazu auch die Bilder.

1) Die unheimliche Zugfahrt

von Marius und David

Mit der Schule machte die Klasse 6 d einen Ausflug nach Norderney. Auf der Rückfahrt mit dem Sonderzug saß die Klasse müde und erschöpft im letzten Wagon. Einige von ihnen waren schon eingeschlafen.

Plötzlich ging ein Ruckeln durch den Wagon. Alle Kinder schreckten auf. Marius und David, die im Abteil vor dem Durchgang zum anderen Wagen saßen, schrieen aufgeregt: "Unser Wagen hat sich vom Zug gelöst, wir rollen alleine weiter!" Jetzt waren alle hellwach. Zu ihrem Entsetzen ging auch noch das Licht aus, und um sie herum war es stockfinster. Im ersten Augenblick wurde es mucksmäuschenstill im Wagon. Aber dann fingen die ersten Kinder an zu schreien. Alle hatten panische Angst. Lukas hatte sich als erster wieder gefasst, presste seine Hände an das Fenster und versuchte durch die Dunkelheit etwas zu erkennen. "Wir rollen immer langsamer, die anderen fahren ohne uns weiter, ich sehe die Lichter des Zuges verschwinden!" Auch Anna schaute jetzt wie gebannt aus dem Fenster und rief aufgeregt: "Da kommt eine Weiche! Die Weiche verstellt sich!" Polternd rollte der Wagon über die Weiche auf eine Nebenstrecke. Vorher wollte Leon noch die Notbremse ziehen, doch es war schon zu spät.

Erst jetzt bemerkten die Kinder, dass sie auch von ihren Lehrern getrennt waren, denn niemand antwortete auf ihre verzweifelten Hilferufe. Ein letztes Mal rumpelte der Wagon und stand dann still. Marius, der direkt am Fenster saß, versuchte mit aller Kraft am Fenstergriff zu ziehen. Aber seine zitternden Hände waren zu schwach. „Los, helft mir mal, ich schaff das nicht alleine!“ Mit vereinten Kräften zogen sie das Fenster herunter. Jetzt sahen sie, dass sie auf einem völlig zugewachsenen Bahngleis standen, umgeben von finsterer Nacht.

 

2) Ein verfallenes Haus

von Teresa und Marie

 

Neugierde packte sie. Teresa drückte den grünen Knopf. Gefolgt von einem sirrenden Ton öffnete sich die Tür langsam. Julia wollte gerade hinunterhüpfen, doch Teresa hielt sie zurück. "Vorsicht!", warnte sie Julia, "du musst einen großen Sprung machen, oder willst du in den Brennnesseln landen?" Aber Julia hatte sich schon losgerissen uns wartete bereits auf der anderen Seite. Endlich waren alle draußen. Manche konnten vor Aufregung und Angst kaum gehen. Da fiel die Tür fiel mit einem „Rums“ zu. Die Kinder zuckten zusammen und rüttelten an der Tür. „Verdammt, die geht nicht mehr auf!“

„Versuch doch mal jemanden anzurufen, Kevin!“, rief Marvin aus dem Hintergrund. „Ja, warte, ich hol´s raus! Ah, hier ist es! -Moment- mist, ich hab´ keinen Empfang!“ „Scheibenkleister! Aber egal, es fängt an zu regnen, lass uns lieber schnell gucken, wo wir uns unterstellen können.“ Marie war das ganze zu blöd. „Ich hab´n Regenschirm!“, rief Leon. „Trottel, da passen wir doch nicht alle drunter!“, meinte Kilian. In dem Moment ließ sich der erste Donner hören. Oder... „Guckt mal, unser Wagen rollt weg!“, stieß Jasmin atemlos aus. Alle drehten sich wie auf Kommando um. Ein paar Kinder hatten schnell die Fassung wieder gefunden. Sie rannten los. Doch zu spät. Der Wagon war bereits um die nächste Ecke gerollt. Nun ließ sich der erste wirkliche Donner hören. Die Kinder machten sich auf den Weg, immer weiter in den Wald hinein, auf der Suche nach einem Unterstand. Plötzlich erhellte ein Blitz das Dunkel des Waldes und für ein paar Sekunden wurde es sichtbar: ein verfallenes Haus! Ein paar Mädchen schrieen auf. Die Jungen fühlten sich mal wieder ganz mutig und schritten voran. Doch im nächsten Moment wichen auch sie zurück. Ein Skelett in Ritterrüstung! „Guckt mal, das Skelett hat ´was in der Hand!“, meinte Fabian, und griff nach ihm. Doch dazu kam er nicht mehr, denn das Skelett packte ihn bereits am Handgelenk und drückte es ihm in die Hand. Es war ein Pergament. Er rollte es auf.

„Wat soll dat denn heißen?“, Steffen schien überhaupt nichts zu kapieren. „Aber irgendwas  Wichtiges muss es doch sein, sonst würde es dir das doch nicht geben“, sagte Jonas. Er war wohl der einzige, die hier überhaupt noch etwas verstand, und steckte es sicherheitshalber einmal ein. „Is´ doch jetzt auch wurscht! Ich bin auf jeden Fall klitschnass und hab´ sowieso schon ´ne dicke Erkältung! Lass` uns in dem Haus da ´n bisschen aufwärmen.“ Kim Sophie hatte keine Lust mehr. Viele stimmten ihr zu. Sie wollten durch das Tor gehen, ist doch auch klar, denn wer klettert schon freiwillig über den Zaun?!? Doch zwei Wächter ließen es irgendwie nicht zu. So kletterten sie doch über den Zaun. Zum dem Gebäude, das nun schon eher wie ein altes Schloss aussah, führten vier schmale Stufen hoch. Anna-Maria rannte los. „Pass auf! Es kann glitschig sein!“, rief Fabian ihr noch hinterher. Doch zu spät. Sie war bereits auf der ersten Stufe ausgerutscht. Sofort eilten ein paar Mädchen zu ihr, um ihr zu helfen. Aber sie konnte allein aufstehen. „Seht mal alle her! Hier ist ein Stein, ich glaube den hat Anna-Ma gerade losgetreten!“ Sina zeigte ihn allen. „Und was soll daran jetzt so spannend sein?“ Das war David. Auch die anderen waren genervt. „Ja, guckt doch! Hier liegt etwas drunter!“ Das war wieder Sina.  Jetzt war der Ansturm groß. Ein Schlüssel! Janina hob ihn auf. „Ob das der Schlüssel zur Tür ist?“ „Warte, ich probiere ihn mal aus!“ Kimi nahm ihn entgegen und steckte ihn ins Schloss -  Passt!

 

3) Das Geistertelefon

von Leon und Lukas

Mit viel Kraft drückten sie gemeinsam die Tür auf und betraten die Eingangshalle. Dort sahen sie eine Menge von Gängen und Türen. Alles war sehr dunkel und verstaubt. Es roch moderig und alt. Die Türen waren sehr hoch und breit und waren mit geheimnisvollen Schnitzereien verziert. Eine Tür fiel ihnen sofort auf, da sie ein magisch wirkendes Auge hatte, das sie direkt anstarrte. Leona fragte mit zitternder Stimme: „Was machen wir jetzt?“ Steffen antwortete schnippisch und gelassen: „Natürlich ein Telefon suchen.“ Die Kinder liefen vorsichtig zu der Tür mit dem Auge. Sie suchten den Raum ab, bis sie ein Telefon fanden. Sie freuten sich zu früh, denn Kilian bemerkte entsetzt, dass die Schnur vom Telefon durchgeschnitten war. Teresa winselte: „Wir kommen nie wieder nach Hause.“ Alle drehten sich enttäuscht um, doch auf einmal klingelte das Telefon! Jonas nahm erschrocken und mit zitternder Hand den Hörer ab. Leise röchelte eine Stimme: „Löst das Rätsel oder ihr werdet sterben.“ Vor Schreck ließ er den Hörer fallen. Fabian flüsterte leise: „Alles O.K.? Wer war am Telefon?“ Jonas berichtete allen, was er gehört hatte. Lukas fragte besorgt: „Rätsel, was für ein Rätsel?“ Nachdenklich verließen sie den Raum. Sie wollten schleunigst das Haus verlassen, doch die Eingangstür war verschlossen.

 

4) Der Raum des Schreckens

von Oliver und Steffen

Oliver und Steffen fragten: ,,Dürfen wir auch mal in die Zukunftsflamme  sehen?“ Sie schoben sich neben ihren Mitschülern her und sahen durch die Zukunftsflamme sich selbst. Sofort konnte man in ihren Gesichtern Panik entdecken. Das was sie sahen war ihre Zukunft. Sie befanden sich in dem gleichen Raum in den sie jetzt waren, jedoch geschah etwas Merkwürdiges.

Der Raum wurde langsam kleiner. Oliver und Steffen mussten mit ansehen, wie sich die Wände langsam zur Mitte des Raumes bewegten. Sie konnten die Angst in den Gesichtern ihrer Mitschüler und auch ihre eigene Angst sehen. Panik brach aus. Schreiend versuchten sie diesen Raum auf irgendeine Weise zu verlassen, doch es gab keinen Ausweg. Immer näher wurden die Schüler zusammengedrängt, der Platz und auch die Luft wurden beängstigend knapp. Todesangst war in den Gesichtern zu lesen. Oliver und Steffen sahen voller Schrecken in die Zukunftsflamme, als ein lautes Knacken aus dieser Zukunftsflamme ihre Angst noch steigerte. Sie sahen, wie der Boden des Raumes unter ihren Füßen wegbrach und sie mit in die Tiefe riss.

Die beiden schauten sich an. Konnte man glauben was diese Zukunftsflamme vorhersagt? Doch in diesem Moment rief ein Mitschüler: „Seht! Die Wände, sie kommen auf uns zu!“

   

5) Die allsehende  Höllenflamme

von Kilian und Fabian

Noch mit der Angst in den Beinen trauten sie sich nur ein paar Schritte weiter. Vor ihnen war eine riesige hölzerne Tür. Der jetzt sehr selbstbewusste Steffen drängelte: „Komm lass uns rein gehen“. Aber Jasmin nuschelte ängstlich aus der letzten Reihe: „Und was ist, wenn das eine Falle ist?“ Doch Kilian hatte keine Lust mehr auf das Genörgel und rief ärgerlich: „Los, macht endlich die Tür auf! “Mit einem lautem Quietschen öffneten Leon und Lukas die Tür. Zuerst konnte man in der Finsternis überhaupt nichts sehen, doch nach ein paar Minuten konnte man von Kiwi ein erbärmliches Quieken vernehmen, sie schrie: „IIIIIIIh, da liegt ja ein Skelett!“ Mit angeberischer Stimme sagte David, das Fußballmonster: “Ach, die paar Knochen sind doch wohl nicht so schlimm. „He, seid mal leise!“, rief Blümchen, „da hinten ist Licht.“ Aber keiner traute sich so recht zu dieser blau schimmernden Flamme zu gehen. Dann, nachdem sie es sich gründlich überlegt hatten und sich beraten hatten, gaben sie sich einen Ruck und begutachteten die Flamme. Alle bekamen einen riesigen Schrecken, denn plötzlich sah man in der Flamme, was Marvin und Willi  passierte.

Blümchen bemerkte schlau : „OAU, diese Flamme ist ja richtig geheimnisvoll.“ Aus der hintersten Reihe riefen Steffen und Oli: “He, Stück mal n´ Rück!“ Die beiden drängelten sich von hinten bis ganz nach vorne. Als sie vorne ankamen, fiel Oli beinahe in Ohnmacht. Denn das, was sie da sahen, war ziemlich schrecklich. Daraufhin sagte Fabi: „Wenn diese Flamme in die Zukunft sehen kann, vielleicht kann sie mir sagen, wie viele Einsen ich noch schreibe. Damit könnten wir den Nobelpreis bekommen und ... .“ weiter kam er nicht, denn die Klasse erwiderte ihm: „Fabian, es geht hier um weitaus wichtigere Probleme! Nicht um diesen komischen Nobelpreis!“

Im selben Augenblick brach der Boden unter Oli und Steffen zusammen.

Nun machten sich alle große Sorgen, denn sie hatten das Abenteuer von Oli und Steffen ja mit verfolgt. Plötzlich direkt nach dem Abenteuer, erlosch die Flamme. Kilian wollte unbedingt weitersehen, er rüttelte an der Flamme herum, damit sie wieder anging. Doch leider kam er zu dem Entschluss: „Die Flamme geht nie und nimmer wieder an.“ Daraufhin sagte Blümchen:„ Los, lasst uns weitergehen. Vielleicht finden wir die 5 ja wieder.“ Alle waren seiner Meinung.

Aber kurz bevor sie den Saal verlassen hatten, schrie Kilian: „Wartet auf mich, die Fackel klebt an meiner Hand fest.“ Kevin rannte ihm zur Hilfe. Leider konnte er auch nichts machen. Also musste die Fackel an seiner Hand bleiben. Man nahm sorgfältigst die Fackel aus der Verankerung und ging nun, nachdem die zweite Gruppe verschwunden war, weiter.

   

6) Das Rätsel der eisernen Jungfrau

von  Willi und Marvin

Vor ihnen war eine große Tür. Sie gingen hindurch und waren in einer riesigen Bibliothek. Eines der Kinder zog ein Buch aus einem dem Regal. Gerade dieses Buch öffnete eine Falltür. Eine Rutsche befördert sie direkt in ein Kellergewölbe. Dort lagen überall Skelette herum und es stank mörderisch nach Verwesung.
Plötzlich erscheint ein alter dünner Mann. Er sagt: „Ich sitze schon Jahrzehnte hier unten fest. Ich habe mal irgendwann von einem Rätsel gehört, das, wenn man es gelöst hat, eine Art Geheimgang freigibt, der aus dem Keller herausführt. Das Problem ist nur, dass sich das Rätsel in einer eisernen Jungfrau befindet; man muss hineingehen um das Rätsel zu lösen. Die eiserne Jungfrau befindet sich ganz in der Nähe des Kellers, hinter einer Wand, eingemauert!“.

Felix, Willi und Marvin tasteten sich durch den ganzen Keller. Auf einmal rief Willi: „Hey, Marvin, hier sind nur lockere Steine in dieser Wand! Hilfst du mir sie abzutragen?“ Als sie die Wand abgetragen hatten, sahen sie die eiserne Jungfrau. Doch es war ein Schloss vor ihr, aber der passende Schlüssel dazu steckte, wie sie bald bemerkten, in einer Ritze zwischen zwei Steinen fest, doch sie bekamen ihn leicht heraus.

„Los, schließ schon auf!“, rief Felix, und als die eiserne Jungfrau geöffnet war, sah Willi einen Zettel an einem Stachel stecken. „Sieh mal, Felix, hier steht: Was hat morgens vier, mittags zwei und abends drei Beine?“ Daraufhin meinte Marvin grinsend: „Das ist doch leicht! Es ist der Mensch!“ Kaum hatte er das Lösungswort ausgesprochen, öffnete sich die Tür der eisernen Jungfrau wie von Geisterhand,   kippte nach vorn und es tat sich ein kleiner, schmaler Gang hinter ihr auf. „Ja, endlich sind wir frei! Aber wo ist nur der alte, dünne Mann hin verschwunden?“, fragte Felix, als er sich ein letztes Mal umschaute. „Ist ja jetzt egal! Hauptsache wir sind frei!“, antwortete Marvin und die drei zwangen sich durch den Gang nach draußen; meinten sie zumindest - doch plötzlich ging hinter ihnen eine Klappe runter und sie waren gefangen. „Ich wusste doch, dass der alte Mann nichts Gutes im Schilde führt! Ich wette, dass er diese Klappe runterließ!“, schrie Felix vor Wut.

   

7) Das Geheimnis des Rittersaals

von Fabian und Jonas               

Jonas und Fabian wurden von der Hauptgruppe getrennt und fanden sich plötzlich im  gespenstischen Rittersaal des Schlosses wieder. Als sie sich durch den extrem dunklen Saal tasteten, dessen Wände von riesigen Bücherregalen verdeckt wurden, entdeckten sie am Ende des Raumes einen uralten und geheimnisvoll aussehenden Kamin.,,Pass doch auf wo du  hintritts!", meckerte Jonas als Fabian über ein am Boden liegendes Buch stolperte. ,,Aber du machst keinen Krach, wenn du hier so rumbrüllst," konterte Fabian kess. Während sie den Kamin untersuchten, knallte plötzlich die Tür zu. Erschrocken zucken die beiden Jungen in sich zusammen. Doch damit nicht genug. Fabian und Jonas steht der Angstschweiß im Gesicht, als nun auch noch die sechs Ritterrüstungen, die im Rittersaal verteilt stehen, lebendig werden und mit erhobenen Schwertern auf sie zukommen.

Fabian und Jonas klettern panisch auf ein Bücherregal. Als die beiden sich schon in Sicherheit wiegen, schießen plötzlich die Bücher wie auf Knopfdruck aus den Regalen. Vollkommen perplex greift Jonas nach einem durch die Luft sausenden Buch und lenkt es unter Einwand all seiner Kräfte in die Richtung des nächst besten heranstürmenden Ritters. Als er das Buch loslässt, kollidiert dieses sofort mit der Ritterrüstung, welche darauf in sich zusammenbricht. Fabian schnappt sich in letzter Sekunde das Schwert der in sich zusammenbrechenden Ritterrüstung und zweiteilt ein Buch, welches gerade auf seinen Freund zu rast. Jonas ist nämlich gerade dabei ein geheimnisumwittertes Rätsel zu entschlüsseln:  

"Entzünde den Stein, der zur Asche zerfällt und die Dunkelheit erhellt !"

,,Was meinst du Fabian?", fragt Jonas, während er sich ängstlich an die Wand presst. ,,Ich weiß es nicht!" flüstert Fabian. Nach einer kleinen, endloserscheinenden Weile kommen die beiden darauf, dass es nur Kohle sein kann. Fabian sucht verzweifelt nach der Kohle, während Jonas Tische und Stühle umschmeißt um die Ritterrüstungen und Bücher aufzuhalten. Schweißgebadet kauern sich die beiden in eine Ecke des Rittersaals. ,,Jetzt ist es aus!", kreischt Jonas. Verzweifelt suchen sie nach einem Ausweg. Auf einmal entdeckt Jonas ein Stück Kohle in der Nähe eines Tisches. - Ihre letzte Hoffnung! Fabian grätscht zwischen den Rittern hindurch in Richtung der Kohle, während Jonas mit dem ergatterten Schwert so gut es geht gegen die Ritter kämpft. Als Fabian das Stück Kohle triumphierend in den Händen hält, beginnt es plötzlich zu Glühen und eine seltsame Hitze abzugeben. Wie vom Schlag getroffen bleiben die Ritter und Bücher auf einmal stehen. Die Bücher verglühen und die Ritter schmelzen. Freudig laufen Jonas und Fabian aufeinander zu. Doch was ist das? Gas strömt aus dem Kamin. Das flüssige Eisen der geschmolzenen Ritterrüstungen formt einen riesigen glühenden Ritter mit brennendem Schwert. Panisch und vor Angst wimmernd hechten Fabian und Jonas zum Kamin, als der übermächtige Gegner das neben ihnen stehende Bücherregal in Flammen aufgehen lässt. Jetzt muss alles schnell gehen denken die beiden. Sie legen das Stück Kohle in den Kamin und wollen es anzünden. Aber das gibt es doch gar nicht, zu allem Überfluss funktioniert auch noch das Feuerzeug nicht. Der Feuerritter kommt immer näher und näher. Als er schon das glühend heiße Schwert erhebt, schafft Fabian es doch noch die Kohle  zu entzünden. Die Gaswolke wird immer größer, die beiden bekommen kaum noch Luft, als sich  das Gas plötzlich durch die magische Hitze des Kamins entzündet und es eine Explosion gibt, die einen so heftigen Druck erzeugt, dass der Ritter durch die Wand nach draußen geschleudert wird. Verdutzt und mit wackligen Beinen gehen Fabian und Jonas zu dem großen Loch, das der Feuerritter zurück gelassen hat und schauen vorsichtig nach unten:  

Da lag er regungslos im Burggraben und kühlte langsam mit einem lauten "Zischen" ab. Jonas und Fabian genossen stumm den von draußen kommenden Wind: Sie hatten den Feuerritter besiegt! Müde und erschöpft gingen sie immer noch schweigend zum Kamin. Bis die ersten Sonnenstrahlen hinein fielen und Jonas sich verwundert die Augen rieb geschah gar nichts. Wortlos deutete er auf einen langsam sichtbar werdenden Schlüssel. Fabian ging vorsichtig, fast ängstlich auf den Schlüssel zu und hob ihn auf. Im selben Moment schob sich der Kamin beiseite und gab einen kleinen Gang frei. ,,Meinst du wir sollten durch den Gang gehen?", fragte Jonas. Fabian zögerte und steckte Gedanken verloren den Schlüssel in seine Hosentasche: ,,Ja, ich bin dafür." Mutig krochen die beiden durch den Gang...  

 

8) Der Skelettkaffeeklatsch

von Sophia und Imke

Inzwischen sah eine Gruppe einen Raum, indem nur ein Kamin brannte. Da ihnen superkalt war, wollten sie nur eins: sich vor dem Kamin aufwärmen! Voller Vorfreude auf die Wärme gingen sie schnurstracks in den Raum hinein. Doch plötzlich blieben sie wie angewurzelt stehen. Da saßen doch tatsächlich vier Skelettdamen und hielten Kaffeeklatsch!

Skelettdame eins kreischt entsetzt:" Oh Gott, mein Make-up ist total von dem leckeren Schneckenschleim verschmiert!" Imke und Sophia sehen erschrocken, dass Skelettdame eins einen Spinnwebenspiegel aus ihrer Hüfte zieht. Imke flüstert Sophia ängstlich zu: "Was machen wir denn, wenn uns die fürchterlichen Skelette entdecken?"  Skelettdame drei hört dies und fährt herum. Sophia und Imke bleiben stocksteif stehen und bringen keinen Ton mehr hervor. Skelettdame zwei fragt höflich: "Schneckenschleim und Würmer zu einer Tasse Fledermausblut, die Damen?" Sophia stottert: "Ähm, mm, ähm, nein..... ähm....danke!", während Imke lauthals schreit: "Hilfe, Hilfe, warum hilft uns denn keiner?" Skelettdame vier erwidert enttäuscht: "Na, dann nicht, vielleicht ein anderes Mal!" Daraufhin fallen Imke und Sophia vor Schreck in Ohnmacht.
  

9) Sprechende Bilder

von Anna-Maria und Julia

Während Imke und Sophia sich vom Skelettkaffeeklatsch wieder erholt hatten, passierte im Gemäldesaal schon etwas ganz anderes. Julia und Anna-Maria wussten gar nicht, was geschah, als sie Rücken an Rücken plötzlich in einem Raum mit vielen Gemälden standen. Sie waren völlig durcheinander und dachten, der Raum drehe sich und es würden viele, viele Stimmen durcheinander quasseln. Julia ergriff zuerst das Wort und sagte: „Du gehst auf diese und ich auf jene Seite!“ Und schon geht es los! Anna-Maria geht mit langsamen und kleinen Schritten und, ich bin sicher, auch mit Grummeln im Bauch, zum ersten Bild. Julia dagegen marschiert mit großen, polternden Schritten aufs erste Bild zu. „Sie tut ja gerade so, als ob sie keine Angst hat“, dachte Anna-Maria.

Als Julia vor dem ersten Bild steht, bemerkt sie, dass eine auffällige Dame auf dem Bild sich plötzlich nach links beugt, Stricksachen holt und mit einem kleinen, dicken General spricht. Vom ganzen Gespräch bekam sie nur „Vollmondnacht“ mit. Plötzlich erklingt ein heller Ton auf dem Boden. Julia sieht auf dem Boden eine goldene Nadel liegen und weiß vorerst nichts mit ihr anzufangen, bis die alte Frau sagt: „Hättest du vielleicht die Güte, mir die Nadel wieder zu geben?“ Julia hob die Nadel auf und hielt sie vor das Bild. Sie wusste nicht, ob ihre Phantasie jetzt mit ihr Grenzen überschreiten würde, aber da kam doch wirklich die Hand der Frau aus dem Bild. Bevor die Frau nur nach der Nadel greifen konnte, zog Julia sie weg und dachte sich: „Warum gebe ich die Nadel eigentlich ab?“ Anna-Maria steht ebenfalls vor zwei Bildern. Auf dem einen Bild ist ein Mann mit Hund und auf dem anderen Bild sind 2 Kinder, die mit dem Hund spielen wollen. “Die drei unterhalten sich aber ziemlich schnell", flüsterte Anna-Maria. Einen Satz verstand sie doch trotzdem, wenn sich ihre Ohren nicht täuschten! „Hund bellt fünfmal!“ Ehe Anna-Maria sich versieht, fühlt sie etwas Warmes auf ihrem T-Shirt. Kaum zu fassen, aber der Hund vom Bild pinkelt doch tatsächlich auf ihr T-Shirt. Aber nach ein paar Sekunden war das T-Shirt wieder wie neu. Beide, Julia und Anna- Maria, rätselten über diese seltsamen Wörter. Was könnte das nur bedeuten?  Im Weitergehen und Nachdenken stolperte Anna-Maria über einen Stein, der etwas aus den übrigen Fußbodensteinen herausragte und sie entdeckten auf ihm einen merkwürdigen „Kringel“. Julia trat mit voller Wucht darauf und schon tat sich eine Botschaft unter den Steinen auf:  

„Geht 5 Schritte vor
und dann hört gut zu
dann werdet ihr sehen
den Mond im Nu.

Davor steht ein Hund der bellt hinauf
und dann geht auch schon
die Glückstür auf.“

 Zögernd taten die Mädchen das, was sie gelesen hatten. Sie hörten einen Hund und schon spürten sie, wie der Boden unter ihren Füßen sich lockerte. Mit Geschrei ging es dann durch eine Falltür runter!

 

10) Die Folterkammer

von David und Kevin

 

Eine andere Gruppe war in einem düsteren Raum gelandet. Kevin fragte: „Ist das hier wohl die Folterkammer?“, da in dem Raum schreckliche Folterwerkzeuge lagen. David erwiderte: „Das kann schon sein. “Kevin hatte sich auf eine Streckbank gelegt und spielte tot. Sie lachten noch bis sich ein Mädchen gegen die Wand lehnte und  einen verstecken  Knopf betätigte. Plötzlich begann sich alles zu bewegen. Sie hörten Stimmen,  die um Gnade flehten. Kevin spürte den Schmerz, den früher die Leute gespürt haben, die auf der Streckbank lagen. Er rief voller Schmerz: „Stellt das ab!“ Alle suchen hektisch nach einem Knopf oder etwas ähnlichem, der den Spuk auflöst. Bei der hektischen Suche stolpert David plötzlich über einen Stein und fällt hin. Er knallt mit dem Arm auf einen versteckten Knopf, der im Boden sitzt. Der Spuk hört auf. Aber plötzlich erbebt  die Erde und der Boden tut sich auf. Sie fallen in die Dunkelheit. Wie im Chor schreien alle: „Hilfe!“ Kevin landet zuerst unten und die anderen auf ihm. Sie befinden sich in einem leeren Raum, in dem es nichts als vier Griffe  an jeder Wand gibt. David sagt, noch  unter Schock stehend: „Ganz schön leer hier. Voll unheimlich.“ An der Decke entdecken sie eine Inschrift: 


„Die Wände sind gegen euch,
wenn ihr nicht die Seiten wechselt.“


Die Kinder fragen sich, was es damit auf sich hat. Doch es bleib keine Zeit zu überlegen, da sich die Wände schon auf sie zu bewegen. Die Kinder versuchen noch die Wände mit Gegendrücken aufzuhalten doch die Wände kommen unaufhaltsam näher. Auf einmal hat Marius eine Idee: „Das ist wie beim Fußball, man muss nur die Seiten wechseln. Im Klartext, wir müssen an den Griffen ziehen damit sich die Wände wie Türen öffnen!“ Als die Türen geöffnet wurden fielen sie in Ohnmacht.

 

11) Geisterschatten

von Jasmin und Svenja

 

Eine kleine Gruppe von Mädchen kam in einen Raum, alle waren sehr erstaunt, so einen riesengroßen Raum hatten sie noch nie gesehen, obwohl er noch viel kleiner aussah als er ist, weil überall uralte Möbel standen. Alle hatten ein mulmiges Gefühl, besonders Svenja. Sie guckten sich noch einige Zeit in dem Zimmer um, was fast aussah, wie ein großes Wohnzimmer. Fast jeder hatte etwas aufregendes gefunden. Svenja hatte einen alten, verdreckten Fingerknochen vor Schreck fallen lassen, als sie in einer dunklen Kommode rumwühlte, sie fand den Knochen  toll und packte ihn als Andenken ein! Jasmin bekam auf einmal alle Aufmerksamkeit als sie plötzlich aufschrie. Sie fuchtelte wild in ihren Haaren herum und schrie: „ Eine Spinne, eine Spinne! Hilfe, helft mir doch!“. Schon rannten alle auf Jasmin los und wirbelten mit ihr in den Haaren rum. Doch als alle sich beruhigt haben, sehen sie, dass da gar keine Spinne ist! „Aber ich hab es selbst gesehen!“, stotterte Jasmin aufgeregt. In der selben Zeit, drehten sich alle zu einer mit Spinnweben besetzte Schublade, die von Geisterhand knartschend alleine aufging! Dann schoben sich ganz von selbst ein paar Bücher zur Seite und nur an einer Stelle wurde ein Bild etwas unklar! Dieses unklare Bild wandert in der Luft bis zu einer Wand, es bleibt plötzlich stehen und gibt ein grausames Lachen von sich dann fliegt dieses Etwas durch die Wand! Sie durchkramten noch etwa die Schränke. Als plötzlich ein lautes Rascheln zu hören war. Erschrocken guckten wir in die Ecke, wo das gruselige Geräusch herkam. An der Wand sahen sie einen kleinen Schatten Wir dachten uns erst nichts dabei. Doch das Rascheln wird lauter. Der Schatten größer. Es wird lauter und lauter und lauter. Der Schatten immer größer und größer. Alles ist still. Dann schreien wir so laut wie es geht und rennen weg. Wir hören das kleine Schritte uns folgen. Wir rennen und rennen. Doch die Schritte folgen uns. „Da vorne ist eine Tür, da können wir schnell durch und das Monster einsperren!“ Schrie Jasmin. Doch als sie die Tür erreicht hatten und sie aufreißen wollten merkten sie das sie abgeschlossen war. Sie rüttelten und schüttelten daran. Doch sie ging einfach nicht auf. Wir hörten das die Schritte näher kamen. Jasmin drehte sich langsam um. Svenja versucht immer noch die Tür aufzubrechen. Als Jasmin ein lautes schreie von sich gab. Auch Svenja dreht sich um und schrie ebenfalls. Vor der kleinen Gruppe steht eine Skelettratte. Wie angewurzelt standen Sie da. Nach einigen langen Sekunden hatte Jasmin einen Stock der neben ihr stand gegriffen. Feste schlug sie gegen die Ratte und die Knochen fielen auseinander. „ Schnell, lass uns hier raus, bevor noch so ein Tier kommt!“, meinte Svenja. Also gingen sie in den nächsten Raum.

 

12) Der Geistertanz

von Leona und Anna

Die Kinder standen vor einer großen Saaltür. In der Tür waren Abdrücke von Mädchenhänden, ungefähr Annas Alters. „Huch, wo sind wir denn hier gelandet?“ Sie legt versuchsweise ihre Hände in die Abdrücke. „Ach, komm, deine sind doch viel zu klein für die Abdrücke!“ Leona stieß Anna zur Seite. Doch sie hatte Recht. Leonas Hände passten so gerade eben in die Abdrücke. Erst geschah nichts. Leona wollte ihre Hände erneut in die Abdrücke legen, doch auf einmal glühten diese giftgrün auf. Kim und Sina, die am dichtesten bei der Tür standen, wichen zurück. Plötzlich öffnete sich die Tür unter lautem Knarren und Ächzen. Die Angeln quietschten. Die 6 stecken neugierig ihre Köpfe durch die Tür und konnten ihren Augen nicht trauen. Da tanzten doch tatsächlich alte Prinzessinnenkleider und vornehme Männeranzüge zu schrecklich schauriger Musik! Plötzlich ging alles ganz schnell. Leona wurde von männlicher Kleidung am Arm gepackt und in die Mitte des Saals gezogen und ehe sie sich versehen konnten, hatten auch Anna und Kim Anzüge um den Hals. Marius wurde von einem wunderschönen Kleid gepackt und zum mittanzen gezwungen. David konnte sich noch rechtzeitig hinter eine alte Ritterrüstung quetschen. „Seht mal an euch hinunter!“ rief da Sina erstaunt, und Marius meinte: „Hilfe! Wir sehen ja aus wie Geister!“ Der wilde Tanz ging weiter. Plötzlich kam ein Kleid auf David zugeschwebt. „W..W..Willst du..du.. m..m..mit m..mir t..tanzen...?“ stotterte es. David war so überwältigt, dass er kein Wort herausbrachte, doch er ging mit dem Kleid in den Saal und auch sie fingen an zu tanzen. Doch die anderen fünf hatten keine Lust mehr. Sie rissen sich von den Geistern los und Leona meinte: „Was ist das für eine grässliche Musik. Kann man ja nicht mit anhören!“

Allerdings hatte ein Geist, anscheinend der Dirigent, diese kleine Bemerkung gehört, denn er rauschte auf Leona zu, die sich ängstlich hinter Kim zusammenkauerte. „Was hast du gerade gesagt?!?“ Er hielt den Ärmel drohend zu Leona hinübergerichtet. „Beleidige ja nicht die Band, da spielt einer meiner Söhne mit!“, polterte er. „Oh, äh, äh, das wusste ich nicht... Entschuldigen Sie...“, gab Leona kleinlaut zu. Der Geist rauschte davon. Da kam David von seinem wilden Tanz zurück. Er war total durcheinander. Alle mussten lachen. „Können die nicht mal Hip-Hop oder so was spielen?“ Marius war nicht der einzige, dem die Musik gründlich auf den Keks ging. Aber das war zuviel. Die Dirigentenkleidung und alle Instrumente, gut zwanzig Stück, kommen auf sie zu geflogen. Die Musiker wirken sauer. Plötzlich steigen die sechs hoch, jeder mit einem Instrument in der Hand. David wird ganz schwurbelig im Kopf. Alle Gäste im Saal blicken zu den Kindern auf. Sie fangen an zu lachen. Nur Davids Prinzessinnenkleid nicht. Es ruft zu den Musikern: „Holt die da sofort runter!“ „Zu Befehl, Hoheit!“ antworten sie und rufen ihre Instrumente zurück. Die sechs landeten sanft auf dem Saalboden. Das Kleid rannte in Davids Arme. Plötzlich gingen alle Lichter aus. Ein einzelner Scheinwerfer leuchtete genau auf David und das Kleid. Das Kleid wollte sich an David ranschmiegen, doch er riss sich los. Das Kleid wurde auf einmal ein bisschen feucht. Es weinte und rief ihren Vater. Plötzlich verschwand David. Sina fragte mutig den Vater, wo David sei, doch er antwortete nicht. Plötzlich standen sie, mit David wieder vor geschlossener Saaltür. Dieser merkte, dass er einen Stofffetzen von dem Kleid in der Hand hielt und steckte ihn in seine Tasche.

 

13) Das Befreiungspuzzle

von Janina und Kim K.

Eine kleine Gruppe von Mädchen irrte inzwischen auf einem langen Gang, der anscheinend gar kein Ende nehmen wollte, herum. Sina fragte genervt: „Endet dieser dumme Gang denn nie? Mir tun schon meine Füße weh.“ Alle stöhnten und stimmten ihr zu. Teresa jammerte:„Können wir nicht mal eine kurze Pause einlegen?“ Janina antwortete: „ Ich glaub ich sehe ein Ende.“ Schnell und mit letzter Kraft schleppten sie sich zu dem ersehnten Ende des Gangs, dort wo auch schon eine Tür in Sicht war. Als Kimi die Tür öffnen wollte, bemerkte sie, dass die Tür sich nicht öffnen ließ. Marie meinte: „Es könnte doch sein das die Tür nur verklemmt ist.“ Da bekam Sina eine brillante Idee. Sie zog Teresa eine Haarspange aus ihren Haaren und versuchte mit ihr das Schloss zu öffnen. Plötzlich knarrte und quietschte es, die Tür sprang auf. In einem riesigen kahlen Raum sahen sie eine große, braune Holzuhr stehen. Alle bis auf Marie setzten sich neben ein Fenster, sie hatte nämlich in der großen Uhr eine Besonderheit entdeckt. Denn in der Uhr standen nur die Zahlen neun, sieben, vier, zwei und eins. Marie rief die anderen zu sich: „Hey kommt mal alle her, ich muss euch was zeigen. Hier auf der Uhr sind nur fünf Zahlen zu sehen. Was mag dass wohl bedeuten?“ Auf einmal erklang eine helle Stimme, die sprach: 

„Rechnet zusammen die Zahlen, die dort stehen, 
dann werdet ihr eure Leute wieder sehen.“

 Marie, unser Mathegenie, kam natürlich darauf, dass man alle Zahlen, die in der Uhr standen, zusammenrechnen muss, um auf die Zahl 23 zu kommen. Natürlich wusste sie auch, dass mit 23 ihre fehlenden Klassenkameraden gemeint waren. Janina drehte den Zeiger nach und nach zu allen Zahlen bis der Zeiger einmal ganz um die Uhr gegangen war. Der Raum wurde blitzartig erhellt. So hell, dass alle ihre Augen zukneifen mussten. Als die Helligkeit langsam erlosch, dauerte es erst eine Weile, bis die fünf ihre Augen öffnen konnten. Kim jubelte: „Guckt mal die anderen sind tatsächlich wieder da.“  

Geblendet von der Helligkeit rieben sich die anderen ihre Augen. Leo gab verwundert von sich: „Wo sind wir denn jetzt gelandet?“ Sina antwortete: „Wir haben euch mit einer besonderen Uhr wieder zurückgeholt. Nach langem Begrüßen übernahm Anna-Maria, die Klassensprecherin, das Wort: „So langsam sollten wir uns mal Gedanken darüber machen, wie wir hier wieder heraus kommen.“ Kilian schlug vor: „Lasst uns erst mal aus diesem Raum hier raus.“ Schnell entwischten alle durch eine Tür, die zu einer Holztreppe führte. Jeder hatte Angst diese wackelige und knartschende Treppe zu überwinden. Imke bekam als erste den Mut, die wackelige Treppe zu betreten. Doch plötzlich in der Mitte der Treppe gab dass Holz auf einmal nach und Imkes Bein versank in der Tiefe. Sofort eilten ihr Julia und Anna zu Hilfe.

Aber Imke schrie verzweifelt: „Schnell, schnell, helft mir, ich habe das Gefühl, als ob jemand an meinem Bein ziehen würde.“ Anna warnte: „ Es könnte etwas weh tun“, und mit gekonntem Griff zogen sie Imke aus den Loch. Eilig aber doch vorsichtig stiegen sie die Treppen empor. Oben angelangt, lasen sie auf einer alten vermoderten Holztür einen rätselhaften Spruch. 

„Bis zum Sonnenaufgang müsst ihr haben gefunden, 
was einst im Schloss verschwunden.
Ihr könnt es fassen und auch sehen, 
wenn ihr es habt, dann könnt ihr gehen.“ 

Daneben sahen sie, dass in die Wand acht Formen eingebaut waren. Eine davon war ein Schlüssel. Jonas erinnerte sich, dass sie einen Schlüssel aus dem Kaminraum mitgenommen hatten. Fabian K. nahm Jonas den Schlüssel aus der Hand und stellte ihn in die vorgegebene Form.  Nun ergriffen auch die anderen Gruppen einen kleinen Gegenstand in ihrer Hosentasche. Alle schoben ihren Gegenstand in die dazugehörige Form. Insgesamt waren das ein Spinnenwebenspiegel, ein Schlüssel, ein Schloss, ein Stofffetzen, eine Stricknadel, eine Daumenschraube, ein Pergament und ein Fingerknochen. Als alle Gegenstände in ihren Formen lagen, erleuchteten sie in vollem Glanz und die Tür schob sich auf.

 

14) Endlich wieder frei!

von Kim B. und Sina

Sie gingen ängstlich in den dunklen Raum. Sina ging voran. Auf einmal sah sie ein grelles Licht durch ein kleines Fensterchen scheinen. Alle rannten wie bekloppt zum Fenster. Plötzlich schlug die Tür hinter ihnen zu und alle erschraken. Manche zitterten am ganzen Körper. Kilian und Lukas versuchten das Fenster zu öffnen, indem sie daran kräftig rüttelten. Unerwartet rief Kiwi: ,,Guckt doch mal genauer hin, da ist ein Schlüsselloch am Fenster." Daraufhin sagte Janina: ,,Kein Wunder, dass wir das Fenster nicht aufkriegen!"  Jonas lehnte sich an eine Wand. Er stieß aus Versehen ein Bild von der Wand. Dahinter hing ein alter, verrosteter  Schlüssel. Sina nahm ihn ängstlich ab. Sie steckte den Schlüssel zitternd ins Schlüsselloch. Quietschend öffneten sich das Fenster und eine Truhe, die darunter stand.

Leo, Anna, David , und Marius gingen zu der Truhe und sahen hinein. Anna rief: ,,Hier sind Kleidungsstücke in der Truhe." Daraufhin antwortete Sina: ,,Ja, super, dann können wir uns ja hier abseilen!!!" Fabian sagte: ,,Das sind aber ca.10 Meter bis zum Boden." Kiwi widersprach Fabian  und meinte: ,,Aber sonst kommen wir hier nicht raus. Was soll uns den schon passieren?"  ,,OK, wenn ihr meint." Schnell knoteten alle die Kleidungsstücke zusammen. Sie befestigten einen Ärmel am Fenster. Marius kletterte vorsichtig das Seil hinunter und rief dann: ,,Die Kleidungsstücke halten, ihr könnt kommen!" Alle kletterten ängstlich nach und nach hinunter. Als alle heile unten waren, rannten sie schreiend zu den Bahnschienen in der Hoffnung, dass ihr Wagon wieder dort steht. Doch weit und breit war weder ein Wagen noch eine Schiene zu sehen. 
Da hörte Sophia einen Hubschrauber und schrie: ,,Guckt mal nach oben, da ist ein Polizei-Hubschrauber. Vielleicht ist er unsere Rettung." Alle fingen an zu winken und zu schreien. Der Hubschrauber kam tiefer und landete auf einer Lichtung. Hinter ihm erschienen jetzt drei Polizeiautos und ein Polizeibulli. Die vier Autos ließen gleichzeitig ihr Martinshorn ertönen. Alle erschraken fürchterlich, doch dann sahen sie zu ihrer Freude, wie ihre Eltern aus den Autos stiegen. Aus dem Hubschrauber kam ihnen winkend ihr Klassenlehrer entgegen. Die Kinder rannten ihren Eltern in die Arme. Die Polizisten fragten die Kinder, wo sie die ganze Zeit waren. Doch als sie ihren Rettern das Geisterschloss zeigen wollten, war es verschwunden. So fuhren sie mit geheimnisvollen Gedanken nach Hause.

 ENDE