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Hektik ohne Chaos
Klasse 10B konkurrierte mit den „Westfälischen Nachrichten“ um die beste Leitseite

Hier geht's zur fertigen Leitseite

Als Nachwuchsredakteure betätigten sich die Schüler der Klasse 10B des Gymnasiums Borghorst. Unter der Leitung ihres Deutschlehrers Jowo Reiling schrieben sie die Titelseite einer Tageszeitung, wie man sie am nächsten Morgen hätte vor sich liegen haben können.
Nach zweiwöchiger intensiver Vorbereitung im Deutschunterricht war es am 10. September 2001 soweit: Alle Redaktionsteams trafen sich um 17 Uhr zur ersten Redaktionssitzung im Computerraum. Das Wichtigste wurde besprochen und die Zuständigkeitsbereiche der verschiedenen Teams nochmals abgesteckt:
3 Internetrecherche-Teams
3 Radiorecherche-Teams
Kommentar-Team
Lokalrecherche-Team
Layout-Team

 

Und dann ging’s an die Arbeit. Die Schüler stoben in ihren Gruppen auseinander, ein Großteil an die Computer und Radios. Aus verschiedenen Internetseiten wurden Life-Ticker mit aktuellen dpa-Meldungen verfolgt. Über das hauseigene Netzwerk wurden die ausgewählten Informationen und Bilder an die Redaktionsteams geschickt, wo sie bearbeitet und an die Layoutgruppe weitergeleitet wurden.
Obwohl es für alle das erste Mal war, dass sie mit Zeitungsarbeit zu tun hatten, wirkte die Szenerie recht professionell. Es herrschte immer eine gewisse Hektik, von Chaos keine Spur. Viel wurde diskutiert, viel musste organisiert werden. So wurde abends eine kleine Gruppe als „Pizzaservice“ losgeschickt: Abendessen als Arbeitsessen.
Gegen 20 Uhr gab es die zweite Redaktionssitzung. Aus den fertigen Artikeln musste eine Auswahl getroffen  werden. Nun war es die Aufgabe der Layout-Gruppe, die Artikel mit Hilfe des „MS-Publisher“ auf der Leitseite anzuordnen. Plötzlich stellte die Klasse fest, dass noch weiße Flecken auf der Seite waren. Das bedeutete: Überarbeiten, verschieben, einfügen und kürzen. Die Berichte der Sportredaktion fielen unter den Tisch, eine aktuelle Meldung musste noch rein. Es wurde hektisch, der Redaktionsschluss war schon überschritten, der Hausmeister stand bereits in der Tür. Und über das Internet kamen immer noch neue Nachrichten herein. Um 22 Uhr - eine Stunde später als geplant - war die Zeitung fertig. Der Vergleich mit den Profis folgte tags darauf.

Björn Gedenk