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Karl Rohleff

Der Roman "Das Puppenkind" von Eva Maaser

Die Autorin Eva Maaser wurde 1948 in Reken (Westfalen) geboren. Sie studierte Germanistik, Pädagogik, Theologie und Kunstgeschichte in Münster. Ihr erster Roman, "Der Moorkönig", erschien 1999.

In ihrem Kriminalroman „Das Puppenkind“ schickt sie den Polizeibeamten Karl Rohleff aus Steinfurt und sein Team auf Spurensuche. Er ist 52 Jahre alt, hat sich aber gut gehalten. Er hat einen kleinen Bauchansatz und einen zu hohen Cholesterinspiegel. Insgesamt ist er eine gepflegte Erscheinung.

Karl Rohleff ist ein Armchair Detective und überlässt lieber seinen Kollegen die körperliche Arbeit. Er hat eine Schwester mit Mann und  Kind. Er selber ist mit der 17Jahre jüngeren Sabine verheiratet. Seine Beziehung droht zu zerbrechen, weil seine Frau sich schon seit Jahren wünscht ein Kind zu haben. Da sie glaubt, ohne Kind keinen Sinn mehr in ihrem Leben zu sehen, setzt sie Karl, der lieber kinderlos bleiben will, unter Druck.

Karl Rohleff ist ein eher ruhiger Typ, wenn er von etwas überzeugt ist, beharrt er jedoch unnachgiebig auf seiner Meinung, solange man ihn nicht vom Gegenteil überzeugen kann. 

Den Weg zur Polizeiwache legt er bei jedem Wetter auf dem Fahrrad zurück. Sein Schrebergarten dient ihm als Zufluchtsort, wo er seine Gedanken und Kräfte sammeln kann. Nach Feierabend verbringt er oft noch ein wenig Zeit dort, bevor er zu seiner Frau nach Hause fährt.  

Er  wirkt  teilweise rüde, über seine Gedanken und Gefühle spricht er selbst mit guten Freunden kaum. Nur in seinem Privatleben zeigt sich, dass sich unter der professionellen Fassade ein sehr empfindlicher Typ verbirgt.

Rohleff hat eine Vorliebe für Spiegeleier mit Speck, mit denen er versucht, seine  zeitweiligen Stimmungstiefs zu kompensieren. Moderner Technik, besonders Computern gegenüber hegt er eine tiefe Abneigung. 

Über Rohleffs Vergangenheit erfährt man so gut wie nichts; sein sehr konservativer Lebensstil lässt vermuten, dass er die normale Ausbildung eines Polizisten ohne besondere Abwege durchlaufen hat.

Karl Rohleff liegt sehr viel daran den Fall zu lösen. Da es sich bei den Toten um Kinder handelt, ist besonders seine Frau geschockt. Das spornt ihn noch mal extra an.   Er geht jeder noch so kleinen Spur nach. Er verfügt über eine gute Intuition und sein gutes Einfühlungsvermögen kommt ihm zugute. Allerdings spielt der Zufall für die Ermittlungserfolge eine sehr große Rolle. Karl Rohleff arbeitet am liebsten allein und empfindet es als lästig seinen Mitarbeitern seine Gedanken oder Vorhaben mitzuteilen. Seine Ermittlung beschreibt er selber als „Chaostheorie“. Allerdings stützt er sich auch auf Fakten und bodenständige Ermittlung.

Sandra Austrup & Katharina Graweloh

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