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Hercule Poirot   

The murder of Roger Ackroyd (Das Alibi) by Agatha Cristi

Agatha Christie (1894-1976), der auch Miss Jane Marple ihre Berühmtheit zu verdanken hat, arbeitete während des Ersten Weltkrieges beim „Freiwilligen Hilfskomitee“ als Krankenschwester und später als Apothekenhelferin. Während dieser Zeit schrieb sie ihren ersten Kriminalroman. Der Handlungsverlauf war schon komplett, lediglich der Detektiv fehlte ihr noch. Da sie in Torquay mit vielen belgischen Flüchtlingen zu tun hatte, kam sie auf die Idee, dass der passende Detektiv ein Belgier sein sollte. Ordnungsliebe, Einbildung, Intelligenz und ein beeindruckender Name sollten seine Markenzeichen sein.  Seinen ersten Fall löste der so geschaffene Mann mit dem Eierkopf in „Das fehlende Glied in der Kette“ 1920. Die „Geburt“ von Hercule Poirot war vollzogen.

Bei unserem Porträt haben wir (Tobias Z., Fabian H. und Christian L.) uns auf den Roman „The murder of Roger Ackroyd“ (Das Alibi) und auf verschiedene Internetseiten bezogen.

Generell kann man sagen, dass Hercule Poirot in die Typologie des „Armchair Detectives“ einzuordnen ist. Speziell in „The murder of Roger Ackroyd“ vermittelt er den Eindruck eines Private Detective, da er ein Bekannter der Hinterbliebenen des Toten ist, der aus privaten Motiven ermittelt.

Hercule Poirot ist Junggeselle. In seinem Leben gibt es drei Bezugspersonen. Da wäre an erster Stelle sein bester Freund und Assistent Captain Hastings, von dem er auf Grund seiner Raffinesse das Verbrechen zu bekämpfen bewundert wird. Des Weiteren gibt es zwei Frauen in seinem Leben, die von Bedeutung sind: Zum einen die russische Gräfin und Schmuckdiebin Rossakoff, die er, trotz ihrer kriminellen Leidenschaft, verehrt; zum anderen wäre da noch die Kriminalautorin Mrs Oliver, mit der er des Öfteren fachsimpelt.

Hercule Poirot ist ein 1,60 m großer Mann. Er ist ungefähr 60 Jahre alt und hat einen leichten Bauchansatz. Sein typisches Markenzeichen ist der Eierkopf, auf dem er schwarzes, stets gepflegtes Haar hat. Er trägt grundsätzlich einen Mittelscheitel und hat einen ebenfalls penibel umsorgten Schnurrbart. Er hat „katzengrüne“ Augen und kleine, gepflegte Hände. Er trägt einen immer falten- und staubfreien Anzug und spitze – ihm zu kleine – Lackschuhe. Er hat Angst vor dem Zahnarzt, vor Luft- und Seereisen. Seine Vorlieben sind das Essen und heiße Schokolade. Tee wird von ihm als das „englische Gift“ bezeichnet.

Seine typischen – ihn prägenden – Charaktereigenschaften sind Eitelkeit, Selbstgefälligkeit, Einbildung und seine extreme Ordnungsliebe. Dennoch kann man sagen, dass sein Charakter ihm meistens in irgendeiner Form bei der Lösung seiner Fälle hilft.

Poirot ist ein aus Belgien stammender Kriminalpolizist, der in Brüssel arbeitete. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, musste er an die Front und wurde dort schwer verwundet. Vom Lazarett aus wurde er von Frankreich nach England geschmuggelt, wo er schnell Karriere als Privatdetektiv machte und schließlich reich wurde. Dieses Faktum erlaubt ihm, sich seine Fälle selbst auszusuchen. Da er in England schließlich ein angenehmeres Leben gefunden hat, denkt er nicht daran, jemals wieder zurück nach Belgien zu gehen.

Trotz seines guten Rufes in England als Privatdetektiv ist er innerhalb der englischen Gesellschaft aufgrund seiner „ausländischen Wirkung“ nicht sonderlich beliebt.

Zusammen mit seinem Assistenten und Freund Captain Hastings löst er viele Fälle.Als dieser jedoch heiratet und deswegen nach Südamerika zieht, wird Poirot depressiv und zieht auf das Land um Eierkürbisse zu züchten. In dieser Zeit geschieht ein neuer Mord: The murder of Roger Ackroyd!!!

Der Ort ist King’s Abbot, wo sich Hercule Poirot gerade zur Ruhe setzen will.

Mrs Ferrars begeht Selbstmord, da sie, wie es sich später aus ihrem Abschiedsbrief entnehmen lässt, erpresst wurde, da jemand davon wusste, dass sie ihren Gatten vergiftet hatte. Diese Mrs Ferrars will eigentlich Roger Ackroyd heiraten. Roger Ackroyd zeigt den Abschiedsbrief dem Dorfarzt Dr. Sheppard, welcher in diesem Buch Captain Hastings ersetzt.Das Geschehen wird aus Sheppards Perspektive erzählt. Schließlich wird Roger Ackroyd ermordet und der erste Verdacht fällt auf seinen Stiefsohn und Erben Ralph Paton. Dieser befindet sich in akuter Finanznot und verschwindet zufälligerweise auch noch in der Mordnacht. Roger Ackroyds Nichte Flora ist schließlich diejenige, die Hercule Poirot um die Aufklärung des Mordes bittet.

Agatha Cristie tut in diesem Kriminalfall etwas – für Kriminalromane eigentlich – Verbotenes: Sie macht den Mörder - Dr. Sheppard - zum Erzähler!  

Zu Poirots Ermittlungsmethoden ist zu sagen, dass er sehr genau vorgeht. Seine erste Tat nach einem Mordfall ist, den Tatort und alle verdächtigen Spuren zu sichern. Für ihn kann jedes kleinste Detail ein Hinweis auf den Mörder sein. Nachdem er dies getan hat, ordnet er zunächst die Fakten und prägt sich alles genau ein, was auf sein sehr gutes Gedächtnis schließen lässt.

Auch kommt ihm seine gute Kombinationsgabe – z.B. bei einem Verhör – zugute. So „steuert“ er die Personen, das zu sagen, was für ihn von Wichtigkeit ist und womit er den Fall schließlich lösen kann. Dabei bleibt er, bis auf wenige Ausnahmen, stets höflich und freundlich. Diese Ausnahmen äußern sich darin, dass er auch mal laut und energisch werden kann, wenn er merkt, dass die zu verhörende Person z.B. nicht die Wahrheit sagt.

Ansonsten kann man noch sagen, dass Hercule Poirot ziemlich neugierig ist und Menschen auch nach völlig Belanglosem fragt, um mehr über sie zu erfahren, obwohl es meistens nichts zur Lösung des Falles beiträgt.

Fabian Hille, Christian Lüer & Tobias Zauner

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