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Die Folgen der Kreuzzüge


Was sind die Auswirkungen der Kreuzüge?

  • Das von den Kreuzfahrern geschwächte Byzanz kann seine bisherige Pufferfunktion gegen den Islam nicht aufrechterhalten:
    1329 erobern die osmanischen Türken Nikäa und weitere Städte folgen
    1453 gelingt es Sultan Mehmed II Konstantinopel zu erobern
    1529 stehen die Türken vor Wien und das osmanische Reich erstreckt sich von Ägypten bis Ungarn. Es ist jetzt ungefähr so groß, wie das byzantinische Reich vor dem ersten Kreuzzug.
  • Die Einheit des Islams wurde durch die Kreuzzüge gestärkt. So können z.B die anfänglichen großen Erfolge der Kreuzfahrer mit relativ wenig Aufwand, in den späteren Jahren nicht wiederholt werden. Es bildet sich eine gemeinsame Opposition gegen das Abendland. Dieser "heilige Krieg" der Moslems spielt bis heute in manchen fundamentalistischen Staaten (z.B. Iran) noch eine wichtige Rolle.
  • Die 200 Jahre Krieg im "Heiligen Land" haben seine Folgen. Das einst blühende syrisch-palästinensische Gebiet wurde durch die ständigen Gefechte zwischen Christen und Moslems vollständig ruiniert.
  • Nicht nur im Bereich der Medizin konnten die Christen viel von den morgenländischen Ärzten lernen. Auch die moslemischen Gelehrten waren den des Abendlandes überlegen (z.B. Mathematik).
  • Das Kennenlernen von islamischen Gütern (z.B. Gewürze) hat einen verstärkten Handel mit den Türken zu folge.
  • Nicht zuletzt dadurch wurde Venedig zu der Handelsmacht im Mittelmeerraum. Aber vorallem durch die Einnahmen die aus den Überfahrten der Kreuzfahrer resultierten, ermöglichten den Venezianern zu expandieren. Aber auch die politische Macht nahm zu. Teilweise durch die Unterstützung der Kreuzfahrer (siehe 4. Kreuzzug) wurden die Besitztümer Venedigs größer.
  • Die Machtzunahme der Kirche auf der politischen Ebene. So konnte die Kirche mit den Aufrufen zu Kreuzzügen die sonst so (vorallem durch Erbfolge) zerstrittene Christenheit zu einen.

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