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Der 2. Kreuzzug (1147-1149)

Streitigkeiten zwischen Joscelin von Edessa und Raimon von Poitiers nutzte Sultan Atabeg, zur Belagerung von Edessa aus, die sich dann 1144 als erfolgreich erwies. Dieser vernichtende Schlag für die fränkische Streitmacht konnten Atabegs Söhne Saif-et Din Ghazi und Nur ad-Din mit weiteren Eroberungen noch vergrößern. Diese Ereignisse erregten das Abendland zutiefst. Papst Eugen III. rief unverzüglich zu einem neuen Kreuzzug auf. 1146 erklären sich französische Ritterscharen dazu bereit, ihr Kreuz auf sich zu nehmen. Am Ende des Jahres folgte ihnen der deutsche König Konrad III..
Im Jahre 1147 setzten sich die Heere gefolgt von waffenlosen Massen in Bewegung. Als sie durch das byzantinische Reich kamen, plünderten die Deutschen die Provinzen. Dagegen hielten sich die Franzosen ein wenig zurück. In Kleinasien angekommen, schlugen die Kreuzfahrer die weisen Ratschläge des Kaisers und seiner Ratgeber in den Wind und ließen sich in Gefechte mit den Türken verwickeln. Dies bezahlten sie mit schweren Verlusten, so daß nur ein Bruchteil des französischen und klägliche Reste des deutschen Heeres Antiochia und Akko erreichten. Ein weiterer schwerer Fehler war der Beschluß, Damaskus anzugreifen, der die einzige muslimische Macht, die den Franken wohlgesonnen und ein Feind Nur ad-Dins war. Angesichts dieser Bedrohung, verbündete sich Damaskus mit Atabeg.
Im Jahre 1149 marschierten also die Streitkräfte der Kreuzfahrer und des Königreiches gegen die große syrische Stadt. Unter den Anführern herrschte Zwietracht, es wurde ungeschickt manövriert und nur kleine Scharmützel gewagt. Der nach wenigen Tagen unternommenen Rückzug endete in einer Katastrophe. Die unglaublichen Torheiten der Kreuzfahrer hatten aus ihrem Heereszug ein so tragisches wie kroteskes Abenteuer gemacht. Es vernichtete im ganzen Orient, was das abendländische christliche Europa sich noch an Prestige bewahrt hatte.