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G. E. Lessing: Nathan der Weise

Eine interaktive Einführung in das Drama (Deutsch GK 12)

Arbeitshinweise:
Die folgenden Aufgaben können Sie - je nach vorheriger Absprache - einzeln, in Partnerarbeit oder in Kleingruppen bearbeiten. Nicht jeder / jede Gruppe muss alle Aufgaben lösen; die Themenbereiche sind so angelegt, dass sie auch arbeitsteilig bearbeitet werden können. Beim arbeitsteiligen Vorgehen sollten die Ergebnisse in jedem Fall im Plenum vorgetragen werden.
Die von Ihnen erstellten oder nach einer Vorlage bearbeiteten Texte speichern Sie auf einer Diskette oder in einem neu erstellten Ordner ab (Ordnername = Name des Einzelnen oder der Gruppe). Die überarbeiteten Texte können so ihre Dateinamen unverändert behalten.
 

1.  Epoche der Aufklärung

1.1 Arbeiten Sie die wesentlichen Gedanken der Aufklärung aus Kants Abhandlung heraus und fassen sie sie auf einer neuen Seite thesenartig zusammen.(Benutzen Sie dazu eine Kopie der Textvorlage und reduzieren Sie diese zu einem Thesenpapier (Dateiname: thesen).

1.2 Versehen Sie die einzelnen Textabschnitte aus Kants Abhandlung mit prägnanten Überschriften, die seinen Gedankengang (Textstruktur) verdeutlichen. (Den klein gedruckten Text können Sie wahlweise bearbeiten.)

1.3 Vergleichen Sie die drei verschiedenen Lexika-Artikel zum Stichwort "Aufklärung" ideologiekritisch: Stellen Sie fest, ob sie aus einer objektiven oder eher subjektiven Sichtweise heraus geschrieben wurden; woran erkennen Sie (Sprache, Wortwahl, Zeichensetzung), dass der Verfasser voreingenommen ist (aus welcher Sicht, in wessen Interesse bzw. Auftrag er geschrieben hat)? Markieren Sie dazu die "ideologieverdächtigen" Textstellen (Wörter, Zeichen)!
 

2.  Entstehungsgeschichte des Dramas

2.1 Informieren Sie sich über Lessings Biografie und erläutern Sie seine Lebensstationen anhand einer Grafik!

2.2 Zeigen Sie möglichst genau auf, welche Gründe Lessing dazu bewogen haben, den "Nathan" zu schreiben (Schreibanlass)!

2.3 Lesen Sie dazu neben der Biografie auch die vom Deismus beeinflussten theologischen Ansichten Hermann Samuel Reimarus', die Lessing anonym herausgab! (Informieren Sie sich wahlweise über die in der Biographie mit Links gekennzeichneten Personen, zu denen Lessing eine besondere Beziehung hatte!)

2.4 Informieren Sie sich über Lessings Einstellung zu den Juden und über deren damalige gesellschaftliche Stellung.
Worin sehen Sie die Ursachen der Juden-Diffamierung? Was bezweckt Lessing mit der positiven Gestaltung der Nathan-Figur?

2.5 Vergleichen Sie die Ringparabel in Lessings Drama mit der historischen Textvorlage von Giovanni Boccaccio: Das Dekameron (1. Tag, 3. Geschichte), indem Sie den Parabeltext aus Boccaccios Novelle herausgreifen und ihm die entsprechende Textpassage aus der von Lessing umgestalteten Ringparabel in Form einer Synopse (Zusammenschau, bestehend aus 2 Tabellenspalten) gegenüberstellen (Dateiname: synopse). Zeigen Sie interessante Unterschiede auf, und versuchen Sie, diese im Zusammenhang mit Lessings Schreibanlass (siehe 2.2) und Aussageabsicht (Intention) zu erläutern.
 

3.  Geschichtlicher Hintergrund

3.1 Informieren Sie sich über die mittelalterlichen Kreuzzüge und ordnen Sie das Drama möglichst präzise in den historischen Kontext ein; suchen Sie die entsprechenden Textbelege aus dem Drama heraus (und fügen Sie diese farblich abgesetzt in den Geschichtstext ein)!
 

4.  Inhalt und Aufbau des Dramas

4.1 Schauen Sie sich die Inhaltsangabe an und unterteilen Sie die Aufzüge in die jeweiligen Auftritte (Einfügen von Absätzen und Nummerierung der Aufritte)!

4.2 Erläutern Sie den Inhalt des Dramas anhand des Szenenplans!

4.3 Drucken Sie sich die Struktur-Tabelle als Orientierungshilfe aus!

4.4 Erläutern Sie den Aufbau des Dramas anhand einer Grafik!
 

5.  Analyse des Dramas

5.1 Informieren Sie sich über die literarische Gattung "Drama" und überlegen Sie, warum Lessing sein Stück nicht einer bestimmten dramatischen Form (Tragödie, Komödie ...) zuordnet, sondern es "Ein dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen" nennt.

5.2 Entspricht Lessings Drama den Anforderungen, die Aristoteles in seiner Theorie des Dramas entwickelt hat?

5.3 In der "Hamburgischen Dramaturgie" erläutert und interpretiert Lessing die Dramentheorie des Aristoteles. Stellen Sie Aristoteles' Grundsätze und Lessings entsprechende Erläuterungen tabellarisch nebeneinander (Dateiname: dramtheo)!

5.4 Schauen Sie sich die PowerPoint-Präsentation zu den personalen Bezügen innerhalb der Handlung an. Führen Sie die Präsentation im Plenum vor und erläutern Sie sie mit eigenen Worten!

5.5 Arbeiten Sie die von Schülern angefertigten Analyse- und Interpretationsbeispiele durch:
Nathan III,8 / NathanIV,4 / Nathan V ;
ergänzen bzw. korrigieren Sie die Textvorlagen, falls Sie eine andere Interpretationsauffassung vertreten; heben Sie Ihre Ergänzungen bzw. Korrekturen vom Orinaltext farblich ab!

5.6 Fertigen Sie nach den in 5.5 aufgezeigten Analysebeispielen eine eigenständige Analyse für einen weiteren Textausschnitt (Auftritt) an! (Dateiname: nathanxy; x = Aufzug, y = Auftritt)
 

  • Anmerkungen:

Benutzen Sie zum Zitieren die Bildschirm-Textvorlage des Dramas. Sie kann besonders hilfreich sein, wenn Sie nach bestimmten Stichwörtern im Dramentext suchen (Menü: Bearbeiten / Seite durchsuchen).
Um auf einen bestimmten Auftritt schnell zugreifen zu können, verändern Sie am Ende der Dateiadresse  ".../nathan??.htm" einfach die Ziffern. (Beispiel: 3. Aufzug, 7. Auftritt = .../nathan37.htm)