Erfahren Sie mehr über die Hintergründe, die Umsetzung und die Zukunft des Methodenkonzeptes am Gymnasium Borghorst.

Begründung

Im Schuljahr 1996/97 wurde am Gymnasium Borghorst – wie in vielen Schulen im Land – ein neues Fach eingeführt: die Arbeitsgemeinschaft “Lernen lernen” mit einer Wochenstunde im Deputat des Klassenlehrers für die Jahrgangsstufe 5. Damit sollte einerseits der Übergang von der Grundschule ins Gymnasium mit dem für die Schülerinnen und Schüler neuen Fachlehrerprinzip erleichtert werden, andererseits sollten die Schüler an das gymnasiale Arbeiten herangeführt werden.

Inhalte des Faches waren u. a.: Organisation und Hausaufgabenmanagement, Zeitplanung und Klassenarbeitsvorbereitung, mit allen Sinnen lernen, Konzentrationstraining usw.

Dabei zeigte sich, dass die Bindung des Faches an den Klassenlehrer auch seine Nachteile hatte, da in Zeiten der Kürzung des Fachunterrichts und Streichung der Klassenlehrerstunde die AG-Stunde auch das eine oder andere Mal für diese Klassenleitergeschäfte zweckentfremdet wurde. Mittlerweile wurde ein hausinternes Curriculum erarbeitet, sodass ein höheres Maß an Verbindlichkeit gewährleistet ist.

Konzept

Die Erfahrung zeigte, dass die in der AG erworbenen Kenntnisse gepflegt und erweitert werden mussten, und so entstand das „Methodenkonzept für die Sekundarstufe I“, das für die Jahrgangsstufen 6 bis 9 jeweils einen Methodentag pro Halbjahr vorsieht, der von zwei in der Klasse unterrichtenden Lehrern von der ersten bis zur sechsten Stunde durchgeführt wird. Mit diesem Konzept ist die Lücke zwischen der AG Lernen lernen und den Methodentagen in der Oberstufe geschlossen.

Einen Überblick über das Methodenkonzept in der Sekundarstufe I am Gymnasium Borghorst gibt die unten stehende Tabelle.

In der Sekundarstufe II findet in den Jahrgangsstufen Einführungsphase 10 und 11 ein Methodentag Mathematik und ein von der Universiät Trier durchgeführtes Seminar „Meisterwerker“ statt, in der Jahrgangsstufe 12 ein Methodentag zur Vorbereitung auf die Facharbeit und in der 13 nehmen die Schüler an einem Abiturvorbereitungsseminar teil, in dem sie auf die mündliche Prüfung vorbereitet werden.

Ausblick

Mit der Umstellung auf G8 und der Einführung der neuen Kernlehrpläne ergeben sich Umstrukturierungen im Methodenkonzept. So muss z. B. das Bewerbungstraining von der Jahrgangsstufe 9 in die 8 verlegt werden, da sowohl das Schülerbetriebspraktikum vorverlegt wird als auch das Unterrichtsvorhaben „Arbeitswelt“.

Als produktiv hat sich die Zusammenarbeit mit der Fachschaft Informatik erwiesen, insbesondere das Modell „Schüler helfen Schülern“. Außerdem kommt hier die Vernetzung von Medien- und Methodenkonzept zum Tragen. Kontraproduktiv ist dagegen die gehäufte Einbindung der Kernfachlehrer, vor allem der Deutschlehrer. Auch gilt es, die Frage der Nachhaltigkeit verschärft zu stellen.

Jahrgangsstufe Themenschwerpunkte Beteiligte Kollegen/innen
5 AG “Lernen lernen” (in Verbindung mit „Lions-Quest“) Klassenlehrer
6 1. Methodentag „effektiv üben / Klassenarbeitstraining“2. Methodentag „Teamtraining“ Klassenlehrer und ein weiterer HauptfachlehrerStellvertretender Klassenlehrer und Sport-, Musik- oder Kunstlehrer
7 1. Methodentag „Aus und mit Texten lernen/ lesen, markieren und strukturieren“2. Methodentag „Internetrecherche/ Sicherheit im Netz“ Deutsch- und ErdkundelehrerInformatiklehrer mit den Informatikkursen
8 1. Methodentag „Sicher und effektiv präsentieren/Einführung in PP und/oder Mediator2. Methodentag „Vorbereitung auf die LSE/Mathematik“ Informatiklehrer und SuSder InformatikkurseMathematiklehrer
9 1. Methodentag „Kommunikationstraining“ (Neuzusammensetzung der Klassen)2. Methodentag „Bewerbungstraining“ Deutsch- und FremdsprachenlehrerDeutsch- und Politiklehrer