Mathe-Kurs im Kunst-Museum

Schüler der Klasse 6 besuchen das Osthaus-Museum in Hagen

Mathe-Kurs im Kunst-Museum Was hat Mathematik mit Kunst zu tun? Kann die Mathematik schön und die Kunst richtig sein? Gibt es einen Künstler, der mit dem Geodreieck zeichnet? Ja, das gibt es! Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 konnten es im Osthaus-Museums in Hagen bewundern. Dort besuchten sie nämlich eine Ausstellung mit Bildern des holländischen Malers und Graphikers M.C.Escher und sie fanden dort Inhalte wieder, die sie aus ihrem Mathematik-Buch kannten.

Symmetrie und Parkettierungen, also Bilder, in denen Fische und Vögel, Seesterne und Muscheln, Engel und Teufel ineinander greifen und das ganze Zeichenblatt lückenlos bedecken; unmögliche Welten, in denen Figuren immer treppauf marschieren, und Wasser bergauf zu fließen scheint. All das ist nur möglich, weil Dreidimensionales Zweidimensional gezeichnet wurde. Aber auch das Umgekehrte konnte man bewundern, wie auf einem anderen Bild von Escher, das auch im Osthaus Museum ausgestellt war, zu sehen ist:

 escher

Aus dem ebenen Zeichenblatt wachsen langsam zwei Hände ins Dreidimensionale heraus! Die beiden Hände gehen auch noch durch eine 180°-Drehung ineinander über, so dass die eine Hand gleichsam die andere zeichnet!

Wolfgang Sohlbach, der den Förderkurs für mathematisch besonders begabte Schülerinnen und Schüler in der Jahrgangsstufe leitet, hatte die Initiative zu dieser Fahrt gestartet. Und noch im Museum begannen die Schülerinnen und Schüler Escher nachzuahmen: Sie entwarfen Bilder, in denen sie die Motive von Escher aufnahmen oder auch eigene Ideen entwickelten. Daran soll jetzt im Gymnasium Borghorst weitergearbeitet werden: Kunst und Mathematik sind keine Gegensätze sondern können kreativ verbunden werden.

Eines, das die Lehrer bisher nur aus Frankreich kennen, ist noch hervorzuheben: Das Osthaus-Museum hat von den Schülern kein Eintrittsgeld genommen!

Schlagwörter:

Mathe, Mathematik

01. März 2010 - 09:12 Uhr, von Jowo Reiling