„Lernen macht glücklich“

Verabschiedung der Abiturientia 2010

„Lernen macht glücklich“ Sie sind dann mal weg - nach 13 Jahren Schulzeit ist es doch ein komisches Gefühl, „seiner“ Schule den Rücken zu kehren. 103 Schüler des Gymnasiums Borghorst feierten am Samstag ihr Abitur. Der Entlassfeier voran gegangen war ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrer Johannes-Ulrich Schiller und Diakon Dieter Runde. Die Abiturienten selbst hatten ihren Abschlussgottesdienst unter das Thema „Ge(h)zeiten“ gestellt.

Im Anschluss übernahm zunächst Schulleiter Dr. Volker Gutberlet das Wort. „Lernen macht glücklich“, lautete die sich immer wiederholende Kernaussage seiner Rede, die den Abiturienten zunächst ein Schmunzeln entlockte. Doch Gutberlet klärte seine Zuhörer biologisch auf: „Beim Lernen belohnt sich das Gehirn für jeden Erfolg selbst, es schüttet Dopamin aus, das die Freude über den Erfolg produziert.“ Einige Schüler fühlten sich vielleicht ein wenig in die Zeiten des Biologie-Leistungskurses zurückversetzt. Es sei an den Schülern, ihr Glück in die Hand zu nahmen und wenn das mit dem Dopamin stimme, bedeute lebenslanges Lernen auch lebenslanges Glück, fuhr der Schulleiter fort: „Macht Euch auf, entdeckt und ergreift das Glück des Lernens.“

Nach diesem biologischen Exkurs folgte gleich noch eine kleine Unterrichtseinheit Mathematik mit Bürgermeister Andreas Hoge als Taschenrechner. Seinen Berechnungen zufolge haben die Abiturienten in den letzten neun Jahren etwa 12 000 Stunden am Gymnasium verbracht. Das seien umgerechnet 375 volle Tage. „Das war also zu schaffen“, scherzte er. Von der Zahlenwelt sprang er direkt hinüber zum Sport. Die Vorrunde hätten die Abiturienten genauso wie die deutsche Fußballnationalmannschaft geschafft. Doch: „Die WM beginnt erst nach der Vorrunde so richtig.“

Hatten die bisherigen Redner hauptsächlich über die Zukunft gesprochen, blickte die Vorsitzende der Schulpflegschaft, Sylke Lüers, noch einmal in die Vergangenheit zurück und auf das Abiturmotto „Der Schuh des Mabitu“. In ihrer Schullaufbahn seien die Schüler wie Blutsbrüder zusammengewachsen, nur dass sie eben nicht Brüder, sondern „Gymbos“ hießen. Sie forderte die Abiturienten auf, neugierig zu sein.

Und dann gab es stehende Ovationen: Die Jahrgangsstufensprecher Jan Bernd Rösmann und Steffen Mantke begeisterten mit ihrer teils ironischen, gleichzeitig aber charmanten Art die Eltern, Lehrer und Mitschüler. Die Schulzeit sei trotz Klausuren und Referaten der freizeitreichste Abschnitt ihres Lebens gewesen, stellten die beiden fest: „Jetzt wird sich einiges ändern und vieles werden wir auch vermissen. Angefangen bei den allmorgendlichen Kollektivversammlungen vor dem Vertretungsplan bis hin zur gemeinsamen Freude über ausgefallene Stunden.“

Als die Liste der Redner am Ende angelangt war, saßen die Abiturienten schon auf heißen Kohlen. Sie wollten endlich ihre Zeugnisse in den Händen halten. Für besonders erfolgreiche Abiturergebnisse und Verdienste im Schulalltag wurden Cornelius Kronlage, Stefan Kunert, Lisa Brentrup, Pascal Krabbe, Peter-Paul Krass, Nadine Voges und Barbara Elpers mit der Grafik „Zum Abitur gehört Persönlichkeit“ von Heinrich Neuy geehrt. Außerdem bekamen Stefan Kunert in Mathe, Matthias Brinkert in Chemie und Cornelius Kronlage in Physik jeweils einen Preis für die besten Abiturnoten.

Am Abend feierten die Abiturienten mit dem Abiball den Abschied aus ihrem Schulleben und den Einstieg in die Zukunft.

WN vom 28.06.2010 von Jennifer Schulte

Foto: Eugen Oskam

28. Juni 2010 - 20:09 Uhr, von Webmaster