Laser, Sand und Seifenlauge

Laser, Sand und Seifenlauge Borghorst - Die Frage hat schon Generationen von Nordseeurlaubern beschäftigt: Wie hält eine Sandburg am besten den Wellen stand? Anne-Christine Bödding, Laura Terstiege und Felizitas Dohr wissen es. Die drei Schülerinnen des Borghorster Gymnasiums kennen nicht nur das optimale Mischungsverhältnis von Wasser und Sand, sie haben auch die geeignetsten Sandsorten erforscht. Für einen Preis hat es bei der Regionalausscheidung für den Wettbewerb „Jugend forscht“ zwar nicht gereicht. „Spaß hat es aber trotzdem gemacht“, sagt die 16-jährige Anne-Christine Bödding. Und darum steht für sie heute schon fest: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.“

So wie ihnen geht es allen Gymnasiasten, die ihre Projekte in Münster präsentierten. Und das waren nicht wenige. Sieben Gruppen stellten sich den kritischen Juroren. „Bei den vielen Nachfragen konnte man schon nervös werden“, erinnert sich Jonas Sube­lack, der sich als Siebtklässler mit der Frage beschäftigte, ob mit Hilfe eines Laserpointers eine abhörsichere Kommunikation aufgebaut werden kann.
Die Nutzung von Unterwasserturbinen, ein Scanner, der Farben erkennt, die theoretische Suche nach bewohnbaren Planeten oder das Verhalten von Seifenlauge an geometrischen Figuren wie Dreieck und Dodekaeder (Figur mit zwölf Flächen) - die Borghorster Nachwuchs-Forscher bewiesen schon allein bei der Auswahl ihrer Themen Fantasie. Dahinter steckt Physik- und Mathelehrer Dr. André Wenning. Der hätte bei der Regionalausscheidung einen Preis verdient gehabt für den Lehrer, der die meisten Jugend-forscht-Gruppen betreut. Sieben, das war in Münster spitze. Die Ideen für die Schülerprojekte kommen ihm oft beim Fernsehen. „Wissenschaftsshows sind da sehr ergiebig“, erklärt Wenning. Was ihn an „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ besonders reizt: „Die Schüler lernen ganz anders.“ Selbstständig und mit viel Spaß. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass in diesem Jahr auf Regionalebene Endstation für die Siebt- und Zehntklässler war. Zwei zweite und zwei dritte Plätze konnten die Borghorster aber immerhin ergattern. Im nächsten Jahr soll alles besser werden. Anne-Christine Bödding: „Wir fangen jetzt schon an zu arbeiten.“

VON AXEL ROLL

WN vom 04.03.2010

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Gymbo, Jufo, Jugend forscht

06. März 2010 - 20:28 Uhr, von André Wenning